Ein Naturphänomen auf globaler Ebene.
Zwischen Klimaveränderungen und ozeanischen Ungleichgewichten vermehren sich die Sargassum-Algen an den Küsten des Atlantiks und der Karibik. Eine neue, komplexe ökologische und gesundheitliche Herausforderung im globalen Maßstab!
Was sind Sargassum?
Seegras sind frei schwimmende braune Algen der Gattung Sargassum. Ursprünglich aus der Sargassosee, einem Gebiet im Nordatlantik, waren sie historisch Teil eines ausgewogenen Ökosystems.
Seit wann?
Schon 1492 berichtete Christoph Kolumbus in seinem Tagebuch von der Anwesenheit von Braunalgen. Eine ruhige und mysteriöse Zone namens Sargassosee, die er vor der Entdeckung Guadaloupes problemlos durchquerte. Auch eine ozeanographische Karte von Otto Krümmel aus dem Jahr 1891 bezeugt ihre Anwesenheit im Atlantik.
Seit über einem Jahrzehnt beeinträchtigen massive Sargassum-Invasionen die Küstenökosysteme, die wirtschaftliche Aktivitäten und die öffentliche Gesundheit in den Tropen, insbesondere in Guadeloupe. Diese einst im Nordatlantik heimischen braunen Algen vermehren sich heute weltweit in massivem Ausmaß.

Ein weltweites Phänomen
Seit 2011 bildet sich ein “Großer Atlantischer Sargassum-Gürtel”, der sich über fast 8.000 km erstreckt.
Die am stärksten betroffenen Länder sind:
- Brasilien, insbesondere die Nordküste, wo Strandungen die Meeresökosysteme beeinträchtigen.
- Mexiko, mit Tonnen von Sargassum, die jede Woche in Cancún und Tulum aufgesammelt werden, beeinträchtigt den Tourismus schwerwiegend.
- Florida, das regelmäßig, insbesondere in den Keys, betroffen ist.
- Die Karibik als Ganzes, von der Südspitze der Dominikanischen Republik bis nach Martinique.
Die Ursachen der Proliferation
Dieses Phänomen ist multifaktoriell:
Die Erwärmung der Gewässer fördert das schnelle Wachstum von Seegras.
Die massiven Nährstoffeinträge aus Flüssen wie dem Amazonas oder dem Kongo, die oft mit der Landwirtschaft verbunden sind, ernähren diese Algen.
Durch den Klimawandel veränderte Meeresströmungen verteilen Sargassum-Massen in normalerweise nicht betroffene Gebiete.
Umwelt- und menschliche Folgen
Die Auswirkungen sind vielfältig:
Ökologische Auswirkungen: Korallenbleiche und Seegrassterben, Fischsterben, Zerstörung der Küstenbiodiversität.
Sanitäranlagen: Die Zersetzung der Algen setzt ein giftiges Gas (H2S) frei, das Kopfschmerzen, Übelkeit und Atemwegsbeschwerden verursacht.
Wirtschaftlich: Lähmung des Tourismus, schwierige Fischerei, Abwertung von Immobilien am Meer.
Auf Guadeloupe: Ein täglicher Kampf

Auf Guadeloupe sind die Sümpfe besonders stark von den Küsten von Grande-Terre, Marie-Galante und der Gemeinde Capesterre-Belle-Eau betroffen. Seit 2018 sind die Strandungen zwischen April und Oktober fast permanent. Trotz Sammelbemühungen sind die Strände regelmäßig überflutet und die Anwohner leiden unter Luftverschmutzung.
Guadeloupe hat Notfallpläne aufgestellt. Und die Suche nach Verwertungslösungen (Kompost, Biomaterialien, Biogas) läuft, tut sich aber im großen Maßstab schwer, sich zu etablieren. Der Kampf gegen die Saragass-Algen ist für die Wirtschaft unerlässlich und erfordert Lösungen, die an der Wurzel der Übel ansetzen.
Die lokale Bevölkerung organisiert sich zwischen Widerstandsfähigkeit und Verärgerung und schwankt zwischen der Erwartung struktureller Lösungen und der Dringlichkeit einer gesundheitlichen Reaktion. Die Sargasalgen, weit davon entfernt, nur ein Ärgernis zu sein, sind in Guadeloupe zu einem großen ökologischen, gesundheitlichen und sozialen Problem geworden. Die Folgen der Sargasalgen für die Wirtschaft in Guadeloupe dürfen nicht ignoriert werden., und die Insel muss weiterhin zum Träumen anregen.
Sollte man seinen Urlaub auf Guadeloupe absagen? Natürlich nicht!
Es ist wichtig, die Dinge in Relation zu sehen: Nicht alle Strände von Guadeloupe sind betroffen. Der Traum von Stränden mit kristallklarem Wasser besteht weiterhin! Viele Gebiete sind immer noch perfekt zum Schwimmen geeignet. Insbesondere an der Leeseite (Basse-Terre), und regelmäßige Reinigungsaktionen begrenzen die Belästigung in den betroffenen Gebieten.
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Strandungsvorhersage-Bulletin des Sargasses pélagiques sur la Guadeloupe par Météo-France Guadeloupe


